Freitag, 20. Juni 2008

Yale University

Freitagabend und was tun? Nach NY reinzufahren lohnt sich nicht, aber Freitagabend auf dem Apartment verbringen, wenn man die ganze Woche schon auf das Wochenende hingefiebert hat? Das kann nicht sein!!!

So machten wir uns mit unserem Praktikantenauto auf in Richtung Highway...
Ungefähr 32 Meilen entfernt befindet sich die bekannte Yale Universität in New Haven.
Sie gehört zu den renommiertesten Universitäten der Welt. Auch George W. Bush und Bill Clinton haben hier mal klein angefangen :-)


Die Universität macht in ihrem altertümlichen Stil einiges her. Durch die Vielzahl der dicht aufeinanderliegenden Gebäuden bekommt man kurz das Gefühl sich inmitten eines Harry Potter-Schauplatzes zu befinden.


Nach einer dreiviertel Stunde haben wir uns aufgrund des anfangenden Regens dazu entschlossen, uns doch nicht einzuschreiben, sondern die Heimreise wieder anzutreten...

Donnerstag, 19. Juni 2008

Ein typischer Tag wenn die Arbeit ruft

Es ist 7 am und der Wecker klingelt, schnell die Laufklamotten packen und ab ins Bad, eine Hand voll Wasser ins Gesicht, Laufschuhe an und los geht's! Aber vorsicht beim Überqueren der Straße! Den Sinn eines Zebrastreifens in den USA habe ich bislang leider noch nicht erforschen können. Die Straße runter, über die eine Brücke, entlang der Imperial Ave und zurück über die zweite Brücke (getauft als "Flaggenbrücke").


Aber Achtung: Genick einziehen und alles in Sicherheit bringen, ein Trucker rast vorbei!


Geschafft... und weiter geht's.

Inzwischen sind so 35min vorüber und die letzten Augenmatzen dürften nun aus dem Gesicht gewischt sein.


Schnell unter die Dusche, anziehen, schminken und los gehts. 8.30 am die Arbeit beginnt.
Das Schönste daran ist, dass heute endlich mal wieder so richtig schönes Wetter ist: die Sonne scheint und die Vögel zwitschern, naja die Enten quacken. Und ich muss nicht wieder frieren, da hier im Büro immer dermaßen die Klimaanlage aufgedreht ist, dass draußen noch so warm sein kann, man aber trotzdem friert. Zur Vorbeugung habe ich heute dennoch meine dickste Weste überhaupt dabei. Die blauen Lippen und Hände waren gestern :-)

Der Blick aus meinem Büro verrät mir, dass gerade Flut ist. Die Wasserhöhe des Flusses (Saugatuck), an dem meine Arbeitsstätte liegt, nimmt allmählich zu. In den freien Minuten kann man auf den Balkon raus und den reichen Amerikanern auf die Terrasse schauen oder beim Rudern zusehen.


Gegen 12 am/ 1 pm steht dann die Mittagspause an. In der ersten Woche sind wir immer Essen gegangen, was natürlich sehr am Geldbeutel kratzte. Daher haben wir uns dazu entschlossen, uns etwas Obst und Gemüse mitzunehmen und abends zu kochen. Bislang haben wir uns daran gehalten (MO-DO :-) ). Doch das Problem ist, dass uns schon nach 3 Abenden Nudeln (Vollkornnudeln! --> ich bleibe meinem Weg treu!) mit Tomatensoße zum Hals rauskommen...

Gegen 5.30 pm ist es dann Zeit, den Heimweg anzutreten.

5.32 pm Ankunft Apartment. Stefan, so langsam weiss ich es zu schätzen, was es bedeutet, die Arbeit um die Haustüre zu haben!

9.30 pm: Schlafen. Gute Nacht...

Samstag, 14. Juni 2008

Freiheitsstatue

Unseren ersten Ganztagestrip haben wir dem Wahrzeichen von NY gewidmet. Mit der Ferry ging es raus auf die Insel. Anschließend haben wir noch einen kurzen Abstecher bei Ellis Island, der Immigranteninsel gemacht.


Völlig ausgehungert beschlossen wir, uns in Richtung Chinatown auf die Suche nach etwas essbarem zu machen, eben ganz nach den Tips diverser Touristenführer. Auf dem Weg dorthin konnten wir noch ein Teil des Broadways, die Wallstreet, die New York Stock Exchange, die Trinity Church, die City Hall und das US Court House mitnehmen.

New York Stock Exchange (NYSE)

Trinity Church

Rathaus



Nach einem strammen Fussweg und knurrendem Magen kamen wir dann endlich in Chinatown an. Doch die nackten Hasen, Katzen, Hunde und was da sonst noch so rumhing, haben uns den Appetitt nach chinesisch verdorben, sodass wir uns doch für die italienische Variante entschieden haben. Aber der Flair dieses wirren Gewusels hat die Reise dennoch lohnenswert gemacht.

Anschließend beschlossen wir, uns wieder einer anderen Kultur zu widmen. Mit der Subway ging es weiter zur Rockefeller Center, dem weltgrößten EInkaufshaus. Da unsere Beine schon schmerzten und uns die Lust zum Shopping vergangen ist, marschierten wir, vorbei an der St Patricks Church, entlang der fifth Avenue zum Apple Store. Freunde der (Apple-)Technik: hier kann man im Vergleich zu deutschen Preisen richtig Geld sparen!

Rockefeller Center (eines der vielen gleichaussehenden Gebäuden)

St. Patrick´s Church

Apple Store

Freitag, 13. Juni 2008

Freitag der 13.

Eigentlich hat der Tag begonnen wie jeder andere: Aufstehen, Joggen, Arbeit. Nach der Arbeit haben wir uns dann dazu entschlossen, in ein Outlet zu fahren. Zum Verhängnis wurde uns nur, dass wir die Wohnungstür zugesperrt hatten und ich noch keinen eigenen Haustürschlüssel besitze. Sind dann aber zunächst trotzdem mal in Richtung Outlet aufgebrochen, da wir niemanden erreichen konnten. Haben uns darauf geeignet, dass wir uns später darum kümmern...
Vom Shopping zurück, hat uns dieses Problem leider wieder eingeholt. Wie kommen wir am besten ohne großen Aufwand und Schaden in die Wohnung?
Nach vielzähligen erfolglosen Handyanrufen und Schlüsselsuchen blieb uns nichts anderes mehr übrig als die Feuerwehr zu verständigen...

Mittwoch, 11. Juni 2008

Times Square bei Nacht

Gestern haben wir uns nach der Arbeit dazu entschlossen, nach New York City reinzufahren. Grund dafür war in erster Linie das Treffen mit Katrin, einer alten Schulfreundin, die auf der Durchreise nach Peru war. Das bedeutete für mich zum ersten Mal New York City!!! Ich wollte unbedingt noch bei Sonnenschein die ersten Bilder der Wolkenkratzer schießen. Doch das blieb mir verwehrt. Alles begann damit, dass der Zug eine halbe Stunde Verspätung hatte. Als wir dann endlich in NY angekommen waren, haben wir Katrin zum Glück gleich gefunden. Die Frage war dann nur noch wohin? Da es schon sehr dämmerte, haben wir uns dazu entschlossen (bzw. Natalie hat bestimmt :-) wie könnte es anders auch sein???) zum Times Square zu laufen.
Beim Verlassen der Grand Central Station, überfielen mich zich Eindrücke, die ich auf die schnelle nicht zuordnen konnte. Links das Crysler Building, vorne rechts ragte das Empire State Building heraus, Menschenströme, die einen auch umrennen, wenn man ihnen im Weg steht, Taxis ohne Ende, welche Gas geben, wenn es Rot wird oder Fussgänger über die Strasse laufen etc.. Und eins darf natürlich nicht fehlen: ein sirenenschreiendes Polizeiauto nach dem anderen.
In dieser riesen Stadt kann man durchaus Panik bekommen, weil man sich inmitten unzähliger Wolkenkratzer befindet über die man nicht hinwegsehen kann und eigentlich darin "eingesperrt" ist. Dementsprechend ist es warm, bzw. wie in einem glühenden Kessel (zumindest zu dieser Jahreszeit) und die Luft steht. Ab und an kann es auch mal vorkommen, dass einen eine Duftwelle von stinkigem Müllgestank überrollt.
Aber nicht desto trotz ist es eine überwältigende Stadt, die so einiges zu bieten hat!



Nachdem wir Katrin dann um 9 pm. auf ihre Reise nach Peru verabschiedet hatten, haben wir uns noch dazu entschlossen, uns in einem Schnellrestaurant etwas zu essen zu besorgen. Ich entschied mich für einen Joghurt mit Müsli und Früchten. Was will man auch machen, wenn man nicht gerade maßlos übergewichtig zurückkehren möchte? Hier muss man ja sogar bei einem Salat schon ein schlechtes Gewissen haben, eine halbe Flasche Öl alleine verdrückt zu haben...
Aber: mein Joghurt war aber lecker und es gab keinen Grund dazu, nach rechts zu schauen und neidisch auf die XXXXL-Pizza oder Thalschenke-Hamburger zu blicken!
Raus aus der Bar, stellten wir minimale Regentropfen fest, welche sich in kürzester Zeit in ein Unwetter mit heftigem Blitz und Donner wandelten. Es kam mir (ungelogen) vor, wie wenn Godzilla durch die Stadt rennt und schreit! Die Taxis sind immer schneller gefahren und die Polizei ist zur Abwechslung erneut ausgerückt. Wir fanden unter irgendeinem Dach unterschlupf und ich wusste für kurze Zeit nicht mehr wie es um mich steht. Nach zehn Minuten heftigem Unwetter war urplötzlich alles vorüber. Kurz vor Mitternacht und Natalie hundemüde, waren wir dann wieder in der Wohnung. Und wie hätte es auch anders sein sollen? Westport blieb vom Unwetter nicht verschont und wir hatten Stromausfall! Zum Glück stehen in der Wohnung überall Kerzen herum, sodass man wenigstens den Weg zur Toilette und ins Bett noch finden konnte. Heute Morgen im Büro bekamen wir eine kurze Aufklärung: das ist hier öfters der Fall, die Wohnung ist gegen Stromausfälle gerüstet! Übrigens: die Straßen werden noch heute von umgefallenen Bäumen und Stromleitungen befreit, einige Straßen sind teilweise völlig gesperrt.
Aber alles in allem, war es dennoch ein Erlebnis!

Montag, 9. Juni 2008

Erster Arbeitstag

Mein erster Arbeitstag begann heute Morgen um halb neun. Das Office befindet sich nicht einmal zwei Minuten mit dem Auto von unserer Wohnung entfernt. Da das Praktikantenauto leider erst Mittags von der Werkstatt abgeholt werden konnte (die Querachse war gebrochen), mussten wir laufen :-) Die Mannschaft besteht aus 22 Mitarbeitern, darunter 4 Deutsche.


Nach der Mittagspause sind wir dann in die Werkstatt gefahren um unser Auto abzuholen.
1.674 USD lautete die Rechnung :-) Immer diese verantwortungslosen Praktikanten...


Um 5p.m. war dann mein erster Arbeitstag zu Ende.
Abgesehen von der ausgefallenen Klimaanlage (Außentemperatur 37°C) war mein erster Eindruck von den Amerikanern durchweg positiv, obwohl die Kommunikation nicht ohne ist :-)

Nach der Arbeit haben wir uns auf den Weg zum Strand gemacht (6 Meilen entfernt). Außer den Palmen fehlt es hier einem eigentlich an nichts. Natürlich ist auch ein Fast-Food Restaurant geboten.


Auf dem Weg dorthin kann man sehen, wo die reichen Amerikaner ihr Geld liegen lassen. (Grund/Boden/Haus 5Mio USD!!!)





Sonntag, 8. Juni 2008

FRA --> NY JFK

Kaum von der Geburtstagsparty von Thomas und Rainer zu Hause angekommen, hieß es um 3.00Uhr in der Früh auch schon wieder aufstehen!! Um halb vier gings dann los. Dank Stefans rasanter Fahrweise waren wir dann tatsächlich nach 1Std. 15min. in Frankfurt. So ziemlich pünktlich um halb neun ist dann der Flieger nach NY JFK abgehoben. Der Flug war sehr angenehm umd das Essen war lecker. Zum Frühstück gabs einen Obstteller, Joghurt, Gebratene Reisnudeln Thai-Art mit geschmortem Hühnchenfleisch, Pilzen und Blattgemüse, ofenfrische Brötchen mit Butter und Konfitüre und zum Mittagessen Salat mit marinierten Meeresfrüchten, gebratenes Schweinefleisch in scharfer Bohnensauce mit Gemüse der Saison und Reis, Eiscreme und Brötchen mit Butter. Das nennt man eben den Luxus von Singapore-Airlines.

Um 1p.m. (19Uhr dt. Zeit) waren wir dann in meinem Areal der nächsten vier Monate angelangt. Die Wohnung ist schön und groß. Mit mir zusammen ist noch ein weiterer Praktikant in der Wohnung, muss mich also nicht alleine auf diesem "heißen" Pflaster herumtreiben.


Westport befindet sich ungefähr 60 Meilen vom Zentrum von NY City entfernt und gehört zu den Städten mit der niedrigsten Kriminalitätsrate in den USA überhaupt. Mit dem Zug ist man ungefähr eine Stunde unterwegs, also gut zu erreichen, aber dennoch eher etwas fürs Wochenende. Von daher müsst ihr auf NY-City-Bilder leider noch etwas warten.