Mittwoch, 11. Juni 2008

Times Square bei Nacht

Gestern haben wir uns nach der Arbeit dazu entschlossen, nach New York City reinzufahren. Grund dafür war in erster Linie das Treffen mit Katrin, einer alten Schulfreundin, die auf der Durchreise nach Peru war. Das bedeutete für mich zum ersten Mal New York City!!! Ich wollte unbedingt noch bei Sonnenschein die ersten Bilder der Wolkenkratzer schießen. Doch das blieb mir verwehrt. Alles begann damit, dass der Zug eine halbe Stunde Verspätung hatte. Als wir dann endlich in NY angekommen waren, haben wir Katrin zum Glück gleich gefunden. Die Frage war dann nur noch wohin? Da es schon sehr dämmerte, haben wir uns dazu entschlossen (bzw. Natalie hat bestimmt :-) wie könnte es anders auch sein???) zum Times Square zu laufen.
Beim Verlassen der Grand Central Station, überfielen mich zich Eindrücke, die ich auf die schnelle nicht zuordnen konnte. Links das Crysler Building, vorne rechts ragte das Empire State Building heraus, Menschenströme, die einen auch umrennen, wenn man ihnen im Weg steht, Taxis ohne Ende, welche Gas geben, wenn es Rot wird oder Fussgänger über die Strasse laufen etc.. Und eins darf natürlich nicht fehlen: ein sirenenschreiendes Polizeiauto nach dem anderen.
In dieser riesen Stadt kann man durchaus Panik bekommen, weil man sich inmitten unzähliger Wolkenkratzer befindet über die man nicht hinwegsehen kann und eigentlich darin "eingesperrt" ist. Dementsprechend ist es warm, bzw. wie in einem glühenden Kessel (zumindest zu dieser Jahreszeit) und die Luft steht. Ab und an kann es auch mal vorkommen, dass einen eine Duftwelle von stinkigem Müllgestank überrollt.
Aber nicht desto trotz ist es eine überwältigende Stadt, die so einiges zu bieten hat!



Nachdem wir Katrin dann um 9 pm. auf ihre Reise nach Peru verabschiedet hatten, haben wir uns noch dazu entschlossen, uns in einem Schnellrestaurant etwas zu essen zu besorgen. Ich entschied mich für einen Joghurt mit Müsli und Früchten. Was will man auch machen, wenn man nicht gerade maßlos übergewichtig zurückkehren möchte? Hier muss man ja sogar bei einem Salat schon ein schlechtes Gewissen haben, eine halbe Flasche Öl alleine verdrückt zu haben...
Aber: mein Joghurt war aber lecker und es gab keinen Grund dazu, nach rechts zu schauen und neidisch auf die XXXXL-Pizza oder Thalschenke-Hamburger zu blicken!
Raus aus der Bar, stellten wir minimale Regentropfen fest, welche sich in kürzester Zeit in ein Unwetter mit heftigem Blitz und Donner wandelten. Es kam mir (ungelogen) vor, wie wenn Godzilla durch die Stadt rennt und schreit! Die Taxis sind immer schneller gefahren und die Polizei ist zur Abwechslung erneut ausgerückt. Wir fanden unter irgendeinem Dach unterschlupf und ich wusste für kurze Zeit nicht mehr wie es um mich steht. Nach zehn Minuten heftigem Unwetter war urplötzlich alles vorüber. Kurz vor Mitternacht und Natalie hundemüde, waren wir dann wieder in der Wohnung. Und wie hätte es auch anders sein sollen? Westport blieb vom Unwetter nicht verschont und wir hatten Stromausfall! Zum Glück stehen in der Wohnung überall Kerzen herum, sodass man wenigstens den Weg zur Toilette und ins Bett noch finden konnte. Heute Morgen im Büro bekamen wir eine kurze Aufklärung: das ist hier öfters der Fall, die Wohnung ist gegen Stromausfälle gerüstet! Übrigens: die Straßen werden noch heute von umgefallenen Bäumen und Stromleitungen befreit, einige Straßen sind teilweise völlig gesperrt.
Aber alles in allem, war es dennoch ein Erlebnis!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Jetzt weisst du auch, warum so viele Kerzen von deinen Vorgaengern hinterlassen wurden, gelle? :D