Dienstag, 22. Juli 2008

Yankees vs. Minnesota Twins

Wenn man schon mal hier ist, möchte man natürlich auch die Gelegenheit nutzen, mitzuerleben was amerikanische Herzen höher schlagen laesst. Dazu haben wir uns nach der Arbeit auf den Weg in die Bronx, ins Yankee Stadium gemacht.

Unsere Truppe:


Der erste Blick ins Yankee Stadium war beeindruckend. Ich hatte noch nicht viele Stadien zuvor in solch einem Ausmaß gesehen, es fasst 57.545 Zuschauer.


Nachdem das Feld präpariert war, galt es zunächst die Baseballmütze abzunehmen, gerade hinzustehen und so unauffällig wie möglich zu verhalten! Die amerikanische Nationalhymne klang durch die Zuschauerreihen.
Dies war allerdings nicht das einzigste Mal dass die Nationalhymne gespielt wurde!

Unser Chef hat mir glücklicherweise vor dem Spiel noch eine grobe Einführung in die Baseballregeln gegeben, sodass ich so ungefähr nachvollziehen konnte, was sich da unten abspielte.


Ein Baseballspiel dauert 10 Runden, was bei zügigem Verlauf mindestens 3 Zeitstunden in Anspruch nimmt. Dies war bei dieser Partie nicht der Fall. Daher haben wir uns nach der 8. Runde und 3 Stunden Spielzeit dazu entschlossen, das Spiel frühzeitiger zu verlassen.

Das besondere an diesem Abend war nicht das Baseballspiel an sich, sondern eher das Drumherum: das Stadium, die Art und Weise wie die Amerikaner solch ein Spiel verfolgen (mit zahlreichem Bier, Chips, Hot-Dogs etc. sodass man sich schon fragen musste, ob das Essen oder das Spiel die Hauptsache ist), die Zuschauermenge und die Stimmung.

Montag, 21. Juli 2008

Stew Leonard's

Auch wenn viele sich nicht vorstellen können, was an Lebensmitteleinkaufen so besonderes sein soll, aber hier kann auch dies zu einem echten Erlebnis werden.


Stew Leonard's, eine große amerikanische Lebensmittelkette (und, ich glaube, auch eine der bekanntesten) hat für mich erneut den Eindruck "typisch Amerika" vermittelt. Eine Mischung aus Vielfalt, Staunen und Kitsch ist hier vorzufinden.


Eben wie man es sich so vorstellt: Eine Auswahl wie sie kaum zu übertreffen ist.
Milch in allen möglichen Fettstufen, Bio/ behandelt wie sonst nirgends, Größen und Temperaturen. Fleisch entweder tiefgefroren, aus der Kühltheke oder vor den Augen frisch geschnitten (und vielleicht auch noch vorm Supermarkt frisch geschlachten, wer weiß?).


Natürlich hat Stew Leonard's im Großen und Ganzen auch seine eigene Preisklasse.
Aber dort geht man auch nicht zum Einkaufen hin, sondern zum gaffen und probieren... ich zumindest :-)
Im Stew Leonard's findet man verschiedene Probierstände vor, an denen man Dinge wie süße Stücke, verschiedene Säfte oder Käsesorten, Obst und dergleichen kosten kann.

Doch Moment: wir müssen dort immer die Milch für die Arbeit holen. So habe ich mir gleich einen Apfel mitgenommen: 0.83 USD !!! (ein Apfel, kein Kilo!)

Sonntag, 20. Juli 2008

Woodbury Common Premium Outlet

Um die Eindrücke der vergangenen Tage setzen zu lassen und etwas zu erholen, stand der heutige Tag ganz im Zeichen des Shoppings. Wir wollten so viel wie möglich so günstig wie möglich kaufen. Da sich dies normalerweise als unmöglich darstellt, haben wir uns auf den Weg zum Outlet nach Woodbury gemacht um dort unser Glück zu versuchen.
Dies ist ein Dorf, in dem man klamottentechnisch nahezu alles bekommen kann, kein Autoverkehr herrscht und man kostenlose Parkmöglichkeiten rund um das ganze Outlet hat.
Man kann es sich etwa vorstellen wie Metzingen, nur mit viel mehr Geschäften/Marken, mehr und va. kostenlosen Parkmöglichkeiten, kein Verkehr und um einiges günstiger.

Nicht nur das Einkaufen an sich hat Spaß gemacht, auch die Ausbeute war erfolgreich...



Zu meiner Verteidigung muss ich gleich sagen, dass der Großteil nicht meine Sachen sind!
Wir hatten uns überwiegend auf die Marken Tommy Hilfiger, Polo Ralph Lauren, Asics, Reebok und Timberland beschränkt.

Auf alle Fälle war es ein sehr erfolgreicher Tag. Neben dem Eingekauften passen in Woodbury auch das Ambiente und das Flair und dazu hatten wir noch eine Menge Spaß!

Samstag, 19. Juli 2008

Chillen im Central Park

Nach zwei anstrengenden langen NY-City-Touren war etwas Ruhe angesagt.

So haben wir uns zunächst auf die Suche zur Mietwagenstation gemacht, sodass Mama und Papa am MO Morgen problemlos ihren Mietwagen entgegen nehmen können. Da diese nur unweit vom Central Park liegt, hat sich dieser für die erste Kaffeepause optimal angeboten. Wir haben uns ein schönes schattiges Plätzchen auf einem Hügel direkt vor dem "Conservatory Pond" (einer der Seen im Central Park) ausgesucht und die Picknickdecke ausgepackt. Dabei konnten wir neben unserem Kaffee und den Muffins auch einfach die Ruhe, den kühlenden Wind und das Nichtstun genießen.


Schon von weitem hat man die Schreie und die Stimmung der Summerstage hören können. Heute stand ein Gospelkonzert auf dem Veranstaltungskalender. Das war ein Erlebnis. Spätestens hier hat man bemerkt, dass man sich in Amerika befindet. Wir waren einige der wenigen Hellhäutigen, was uns aber keineswegs beängstigte oder beunruhigen ließ. Im Gegenteil: es war alles sehr freundlich und herzlich, die Menschen haben miteinander gefeiert und jeder konnte sich frei bewegen. Jeder hat getanzt, gelacht, mitgesungen oder zugejubelt, einfach entsprechend seiner Stimmung und Laune. Niemand hat gegafft oder den anderen komisch angeschaut, Bedenken wegen Diebstahl oder Kriminalität waren (meiner Meinung nach) auch nicht angebracht.


Eine kurze Hörprobe:



Nach dem Konzert habe ich Mama und Papa noch zum Abendessen zu meinem New Yorker Lieblingschinesen "Ollie's" geführt. Und ich glaube, sie sind von ihm annähernd so begeistert wie ich.

Das war meine Einführung für Mama und Papa in die Stadt. Ich denke, dass ich ihnen in den drei Tagen einen umfassenden und schönen Einblick geben konnte.

Freitag, 18. Juli 2008

Man gönnt sich ja sonst nichts...

Heute konzentrierten wir uns auf die zweite Hälfte des Tages, wo das Vergnügen an erster Stelle stehen sollte. Geld durfte dabei keine Rolle spielen! Mein Ziel war es, Mama und Papa etwas in das New Yorker Nachtleben einzuweihen.

Daher steuerten wir zunächst die "Pen-Top Bar" an. Diese Rooftop Bar befindet sich an der 5th Ave auf dem Hotel Peninsula.

Der Ausblick

Mama und ich entschieden uns für einen erfrischenden Cocktail, während Papa sein Bier bevorzugte.

Da der Abend schon vorangeschritten war und das Broadway-Musical, für das ich im Vorfeld Karten besorgte, demnächst begann, haben wir uns gemütlich auf den Weg dorthin gemacht. Ich hatte mich für Mamma-Mia entschieden mit der Hoffnung, Mama's und Papa's Geschmack damit am geeignetsten zu treffen. Sie kennen zwar die anderen Musicals nicht, aber ich glaube dennoch, dass es eine gute Wahl war :-)


Die Stimmung war super und das Publikum fasziniert, es war einfach nur schön.

Als wir das Musical wieder verlassen haben, war es schon dunkel. So konnten wir die Stimmung auf dem Times Square voll miterleben. Menschenmassen wie sie in Manhatten nirgends heftiger sind, der Broadway überfüllt mit hupenden Taxis und die leuchtenden Lichtreklamen an allen Gebäuden.


Um den Abend unvergesslich werden zu lassen, wollte ich Mama und Papa noch ein weiteres Highlight bieten. Ich führte sie auf die Rooftop Bar 230 5th. An ihren Reaktionen bemerkte ich schnell, dass es mir sehr gut gelungen ist :-)

Donnerstag, 17. Juli 2008

NY City-Guide für Mama und Papa

Gestern war es nun auch für Mama und Papa soweit. Ihr lang ersehnter Amerikaurlaub stand vor der Tür. Bevor am Montag ihre große Rundreise beginnt, haben sie noch 4 Tage bei mir in New York eingeplant. Da habe ich mich selbstverständlich als Stadtführerin angeboten. Los ging es mit einem leckeren Frühstück im Battery Park City mit Blick auf die Ellis Island und Freiheitsstatue und den Wolkenkratzern im Rücken.


Gestärkt durch Bagels, Muffins und Kaffee konnten wir dann unsere Tour mit der Staten Island beginnen. Die Staten Island Ferry ist eine Fähre, die in New York City zwischen Manhattan und Staten Island verkehrt. Die Anlegestelle befindet sich beim Battery Park, das südlichste Ende von Manhattan.


Anschließend wollten wir eigentlich die Ostküste entlang hochlaufen um über die Brooklyn Bridge zu laufen. Als wir aber am Pier 6, hier starten/landen die Helikopter-Sightseeingtouren, vorbeikamen, haben wir unseren Plan geändert. Mit super Wetter und guter Laune meldeten Papa und ich uns spontan zu einem dieser Rundflüge an. Mama hatte sich dazu entschlossen, das ganze lieber mit festem Boden unter den Füßen zu verfolgen.
Das war ein geniales Gefühl und ein noch besserer Ausblick. Manhattan sieht von der Luft fast noch einen Tick gigantischer aus.

Beim Einsteigen

Kurz vor dem Start, ich durfte den Co-Pilot spielen :-)

Manhattan liegt uns zu Füßen

Südlichster Teil von Manhattan

Skyline, hauptsächlich Financial District

Nochmal Skyline, mit Madison Square Garden und Empire State Building

Blick auf Ground Zero

Blick auf den Central Park

Liberty Island

Nach diesem tollen Erlebnis ging es dann rein ins Getümmel. Wir bogen links in die Wall Street ein, wo ich Mama und Papa dann einen richtigen Einblick in die Wolkenkratzer geben konnte.

Bei Tiffany wollte Papa eigentlich seinen Frauen etwas Gutes tun, war dann aber doch zu geizig.


Nun hatten wir uns eine kurze Verschnaufpause verdient. Dazu waren frisch gepresste Fruchtsäfte genau das Richtige.


Die Wall Street entlang, vorbei an der NYSE bis vor zur Trinity Church, ging es dann rechts den Broadway hoch in Richtung Chinatown und dem anschließenden Little Italy.

Neben "Hunden und Katzen" gibt es hier auch jeden Mege andere lebendige Köstlichkeiten zu ergattern

Little Italy, durch den Straßenschmuck in den Nationalfarben nicht zu übersehen

Pünktlich zum Open-Air-Konzert waren wir gegen 5.30 pm dann auch beim Union Square angelangt, wo wir eine letzte kleine Pause eingelegt haben. Sobald wir die Beine wieder spüren konnten, gab es noch eine Kleinigkeit zum Abendessen.


Das war Mama's und Papa's erster Tag in NY.
Nun liegen sie wahrscheinlich völlig erschöpft auf ihrem Zimmer und versuchen, ihre ersten Eindrücke von NY zu auf sich wirken zu lassen.
Gute Nacht und ruht euch gut aus, morgen geht es weiter :-)