Donnerstag, 11. September 2008

9/11 und Philadelphia (1)

Wecker klingelt, aufstehen, duschen, Koffer packen, Koffer umräumen, los gehts...

Da sich heute erneut der Zusammensturz der Twin Tower jährt, sind wir, nachdem unser Gepäck bei der Mietwagenstation verstaut war, erst noch einmal nach Downtown aufgebrochen. Uns hatte es interessiert, was am Ground Zero an solch einem Tag vorzufinden ist. Demonstrationen, welche friedlich zu verlaufen erschienen, Gedenkmäler, Flaggen, Bilder, wenige Blumenkränze, Menschenmassen an Schaulustigen wie wir und ein etwas größeres Polizeiaufgebot. Im Großen und Ganzen eher unspektakulär. Aber es war mal interessant, an solch einem Tag vor Ort gewesen zu sein.


Dann ging es wieder auf die andere Seite von Manhattan, zurück zur Mietwagenstation. Sachen ins Auto gepackt und weg waren wir. Einmal quer durch Manhattan und schon waren wir auf der Interstate. Nach nahezu problemloser Fahrt hatten wir nach starken zwei Stunden Fahrtzeit auch schon unseren ersten Anlaufpunkt, Philadelphia, erreicht.


Kurz eingecheckt und schon waren wir unterwegs. Einmal mitten durch die Stadt...


... dann trafen wir uns um 5.30 pm mit Steffi und Uwe am Independence Park. Steffi hatte ich im Januar in der KÜ in Karlsruhe (LBBW) kennengelernt. Sie ist dort für die Auszubildenden zuständig gewesen und wir haben uns von Anfang an super verstanden. Und da die Beiden zur selben Zeit in Amerika unterwegs sind, wollten wir die Gelegenheit nutzen, uns zu treffen. Die Rundreise aufeinander abgestimmt, dasselbe Hotel gebucht und so stand unserem Treffen nichts mehr entgegen. Die Zeit nutzten wir für ein gemeinsames Abendessen und einem anschließenden Cocktail.

Zusammen mit Steffi


Unsere Männer:


Und alle Vier:



Stefan und Ich:


Philadelphia bei Nacht:


So haben wir zu Viert einen wunderschönen Abend verbracht- vier aus der Heimat, Mitten in Philadelphia :-)
Euch, Steffi und Uwe, wünsche ich weiterhin noch einen super Amerikaurlaub, genießt die Zeit und see you in Good old Germany...


1. Etappe: Manhattan - Philadelphia: 108 Meilen, 174 Km
Übernachtung: Best Western Center City Hotel

Mittwoch, 10. September 2008

The Lion King

An meinem letzten Arbeitstag und somit auch am letzten Abend vor unserer Rundreise wollten wir es uns so richtig gutgehen lassen.
Ich hatte Karten für das Broadwaymusical 'The Lion King' besorgt und da ich nach der Mittagspause nicht mehr zurück ins Büro gegangen bin, konnten wir bei Zeit in die City fahren.

Auf dem Bahnhof, warten auf den Zug:


Stefan wollte sich noch das UN-Gebäude ansehen und es blieb auch noch genügend Zeit etwas durch die Geschäfte der 5th Ave zu gehen und zu essen.


Um den Bedenken, evtl einschlafen zu können, entgegenzusteuern, haben wir neben einem Cocktail in der Afterwork Bar des Rockefeller Centers noch einen Kaffee getrunken.


Nun war die Zeit so fortgeschritten, dass wir uns in Richtung Broadway zum Musical aufgemacht haben.


Das Musical war sehr unterhaltsam, besonders die Kostüme haben beeindruckt. Nach Ende der Vorstellung blieb noch etwas Zeit um über den Times Square zu laufen.


Dann haben wir uns auch schon wieder Richtung Grand Central aufgemacht.
Schnell nach Hause, morgen heißt es Kofferpacken und ab auf die Piste!!!

It's time to say Good Bye

Heute war es soweit: Das letzte Mal aufstehen für die Arbeit, das letzte Mal Businesskleidung, das letzte Mal die Firma betreten, das letzte Mal den netten Kollegen einen 'Guten Morgen' wünschen... Es war nicht einfach.


Ich bin (fast) ausnahmslos gerne zur Arbeit gegangen. Es wurde mir aber auch nicht schwer gemacht: ein schönes Büro mit einer tollen Lage und einem traumhaften Ausblick, super nette Kollegen und im Großen und Ganzen kann ich mich auch nicht über die Tätigkeiten beschweren, welche mir aufgetragen wurden. Auch bei privaten Anliegen stieß ich immer auf Entgegenkommen.

Aus diesen Gründen hatte ich für die Kollegen an meinem heutigen letzten Arbeitstag ein kleines Dankeschön-Frühstück vorbereitet gehabt.
Kurz vor der Mittagspause hatte ich dann noch mein Abschlussgespräch mit Peter, unserem Chef. Von allen Mitarbeitern verabschiedet, war dann um halb zwei meine Arbeitszeit in den USA beendet.

Bagels aller Art, wahlweise mit Cream Cheese/Butter, Donutkugeln, Schokoladen- und Blueberry-Muffins und Croissants...


Auch wenn ich es sehr bedauere, dass diese tolle Zeit nun vorbei ist, freue ich mich nun auf die bevorstehende Rundreise gmeinsam mit meinem Schatz.
Morgen gehts los: über Philadephia nach Washington DC, hoch zu den Niagara Fällen, weiter nach Toronto und Ottawa und über Neueungland wieder nach Manhattan.

Dienstag, 9. September 2008

Das Ende meines WG-Lebens

Unseren letzten gemeinsamen Abend in der WG haben wir ganz gemütlich auf unserem Apartment mit einer Abschieds - Pasta ausklingen lassen...


Gute Musik durfte bei der Unterhaltung natürlich nicht fehlen.
Das war DJ Manni's Job.


Heute war mein 14-wöchiges WG-Leben vorbei. 14 Wochen nur mit (anfangs noch wildfremden) Jungs unter einem Dach...
10 Wochen mit Franz zu Zweit, dann 2 Wochen mit Alex alleine und zum Schluss noch 1,5 Wochen mit Alex und Stefan zu Dritt.
Hätte mir das vorher jemand erzählt... wahrscheinlich unvorstellbar. Doch ich muss sagen, dass ich es sehr gut getroffen habe, vermutlich fast nicht besser hätte treffen können. Es hat Spaß gemacht, mit Ihnen zusammen zur Arbeit zu gehen und Mittagspause zu machen, des öfteren gemeinsam die Abende und Wochenenden zu verbringen und New York unsicher zu machen. Es war eine absolut geniale Zeit wie ich sie wahrscheinlich nie wieder erleben werden darf. Danke Jungs!!!

Montag, 8. September 2008

Grillen am Strand

Während bei mir die letzten Tage noch die Pflicht ruft, hat sich Stefan in der Früh, ausgerüstet mit einem Fahrplan, einem Stadtplan und ein paar Wegnotizen, auf den Weg nach Manhattan gemacht.Von einer Beschreibung seiner ersten Eindrücke vom Big Apple sehe ich jedoch ab, das überlasse ich ihm.

Die Arbeit beendet, hatte auch Stefan wieder den Weg von Manhattan zurück gefunden. Schnell noch kurz einen Nudelsalat gemacht, Brötchen aufgebacken, Fleisch- und Grillutensilien zusammengepackt und los konnte es gehen. So machten wir uns, wie auch schon gestern nach unserer großen Shoppingtour im Woodbury, an den Strand zum Grillen auf.

Da es hier mit zunehmenden Kalendertagen immer früher dunkel wird, reichte die Helligkeit noch fürs Feuermachen und Grillen, gegessen wurde im Dunkeln.

Der Grill (davon mussten aber nicht alle satt werden, das blieb über)

Samstag, 6. September 2008

10 Saugatuck WG-Party

Heute war es endlich soweit: Nach 13 Wochen durfte ich zum Fluhafen aufbrechen um Stefan abzuholen. Aufgrund der Thunderstormankündigungen hatte ich zunächst Bedenken, ob das Flugzeug auch pünktlich bzw. überhaupt landen darf. Nachdem ich Alex vom Flughafen abgeholt hatte, weiß ich ja von was ich spreche :-)

Doch keinerlei Probleme: mit einer Minute Verspätung landete der Flieger auf dem JFK.

Auf dem Apartment angekommen, hieß es erst einmal Koffer abstellen und kurz zur Ruhe kommen. Dann ging es auch schon los zum Supermarkt. Am ersten Tag wollten wir gemeinsam am Strand grillen. Alles eingekauft und gerichtet, meldete sich doch noch der Thunderstorm, er hatte etwas dagegen. So musste das Grillen auf Morgen verschoben werden und die Schnitzel in der Pfanne gebraten werden. Dennoch erlebten wir einen lustigen Abend bei Jägermeister, Dosenbier und Pfannengrillen :-)

Stefan, der Barkeeper (links) und Stefan, der Grillmaster (rechts)


Prost auf die Westporter WG: Stefan, Alex, Stefan und Ich


Meine beiden Mitbewohner Stefan und Alex (v.l.)

Zwischendurch rief die Pflicht, die Waesche musste aus dem Trockner heraus und wie es sich gehoert: Arbeitsteilung herrscht auch in Amerika

Mit meinen beiden Mitbewohnern

Wieder vereint

Freitag, 5. September 2008

Arbeiten in NY City

Nachdem nun meine 1,5 Wochen, in denen ich in NY im Office eingesetzt war, vorbei sind, möchte ich die Gelegenheit nutzen, ein paar Eindrücke und Erlebnisse zu schildern.

Mit dem Zug um 7.52 am machte ich mich auf den Weg in die City, um 9 am begann dann mein Arbeitstag. Die LBBW in New York befindet sich in der 280 Park Ave im 31st Floor im Gebäude der Deutschen Bank.
Was mir sofort aufgefallen ist, ist die Anordnung der Arbeitsplätze. Neben wenigen Einzelbüros, sind hier zahlreiche Cube Boxen vorzufinden. Die Angestellten sitzen sehr eng aufeinander und haben einen kleineren Arbeitsplatz. Dennoch ist es meines Erachtens nach ein ruhigeres Arbeiten, vor allem auch am Telefon.
Neben dem Blick ueber die Manhattener Skyline muss man auch auf Annehmlichkeiten wie eine Kantine, super schoene Toiletten und Tee-/Kaffeeküche hier nicht verzichten.
In der Branch sitzen Mitarbeiter der LBBW aus Stuttgart von den verschiedensten Abteilungen Box an Box. So bekam ich die Möglichkeit, neben meinen Marketing- und Vertriebstätigkeiten für die Süd Leasing, Einblicke ins Leverage Finance, International Corporates und ABS der LBBW zu sammeln.
Die Kollegen sind alles sehr sehr nett, ich fühlte mich von Anfang an in die Gruppe integriert und herzlich aufgenommen. Wir machten zusammen Mittagspause und zur Vollständigkeit durfte ein gemeinsames Afterwork natürlich nicht fehlen.
Stefan, mein neuer Mitbewohner, und Martin
Zusammen mit Miguel (rechts) und Stefan (links)
Diese Zeit in der Branch war für mich die Krönung meines Arbeitslebens hier in den USA, die nun fast vorbei ist. Es war eine super Erfahrung, zu sehen, wie verschieden die Arbeit abläuft, wie es ist, direkt in Manhattan zu arbeiten, neue nette Kollegen kennen zu lernen und den Vergleich zwischen Stuttgart und New York heranzuziehen.

Montag, 1. September 2008

Labour Day

Labour Day, erster Montag im September, der Tag der Arbeit!
Und wie es der Namen schon sagt, nutzten wir ihn um uns vom doch anstrengenden und wenig schlafreichem Pre-Labour-Day-Weekend zu erholen.

So machten wir uns nach einem reichlichen Frühstück auf zum Pier 40. Hier kann man an Wochenenden, Feiertagen und Donnerstags Abends auf dem Hudson River zwischen den beiden Pieren mit dem Kajak for free herumpaddeln. Die Kleidung abgelegt und die Schwimmwesten übergezogen, nun konnte es losgehen.
Nach kurzen Anfangsschwierigkeiten hatten wir den Dreh gleich raus und so sind wir voller Motivation losgepaddelt: Mitten auf dem Hudson River, im Rücken die Skyline von New Jersey, vor uns der Nordwesten vom Financial District, strahlend blauer Himmel und den leichten Wellengang des Hudson... Wir haben uns gefreut wie die kleinen Kinder!

Anschließend haben wir uns südlich in Richtung North Park aufgemacht. Noch kurz an einem Deli vorbei, eine Flasche Wasser und Eis mit, dann konnten wir unsere Decken auf der Liegeflaeche ausbreiten und uns in der Sonnen bruzzeln lassen. Gesagt getan: Bikini, keine Sonnencreme, 3 Stunden Vollsonne... Feueralarm! Ich hatte mir einen dermaßen Sonnenbrand eingefahren, sodass es nicht einfach war, meinen Rücken von meinem pinken T-Shirt zu unterscheiden. Ich war nur froh, dass er nicht genauso geschmerzt, wie es ausgesehen hatte. Am 01. Sept. scheint die Sonne nicht mehr ganz so stark zu sein...


Um sechs pm war es dann Zeit, sich auf den Weg zum JFK zu machen um unseren neuen Mitbewohner abzuholen. Ab heute musste ich mich mit zwei Männern durchschlagen...

Bilder folgen